Django Unchained – Tarantinos Rache Teil 4

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Nichts Bemerkenswertes gibt es über Django zu berichten. Tarantino setzt seine Serie von Rache-Filmen fort. Diesmal rächt sich ein Sklave. Er führt ihn gewohnt stilsicher durch die Handlung und gibt ihm einen kultigen Partner und skurrile Gegner an die Hand. So fühlt der Film sich wieder ein wenig mehr nach “Tarantino-Kosmos” an als Inglorious Basterds. Aber die Perfektion in den Nebenrollen und den Sog einer fremden Welt, wie man ihn aus seinen ersten fünf Filmen kennt, vermisst man auch hier.

Tarantinos Obsession mit der Rache ist schon erstaunlich. In Pulp Fiction (in Gestalt von Bruce Willis) und Jackie Brown tauchte sie als Nebenmotiv auf, in Kill Bill wurde sie zum zentralen Thema. Und seit dem hat er sie nicht mehr los gelassen. Tarantinos Kino in Phase 2, nach den coolen ersten beiden Ensemble Filmen Reservoir Dogs und Pulp Fiction und dem Übergangsfilm Jackie Brown, ist ein Rachefeldzug.

Vielleicht ist das die Rolle, in der sich Tarantino selbst sieht. Seine Filme, die so gar nicht ins Establishment passen wollen, die sich klar aus Genre und B-Movie speisen, erobern regelmäßig die Feuilletons. Nicht weil sie intellektuell sind. Nicht weil sie im Chor der Kritiker singen. Nur weil sie dieses entscheidende Stück schlauer, stilvoller, eleganter sind, als echte B-Movies. Tarantino, “that one nigger in 10.000“.

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