Klassiker heute – Homer Odyssee (3)

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Teil drei der Serie zur Odyssee. Im ersten Teil ging es um Abwesenheit der Macht & Parasitentum, im zweiten Teil um Schuld und Verantwortung

Dritter und Vierter Gesang – Reden und Handeln: Menschen, Helden, Götter

Telemachos reist, wie es ihm Athene geraten hat, nach Pylos und Lakedämon. Dort wird geopfert, gespeist, geredet, geschenkt – das ganz normale griechische Herrscher-Leben. Immer wieder reden und essen und opfern, niemand handelt. Menschliche Geschwätzigkeit, heldenhafte Taten.

In Lakedämon erzählt der König Menelaos dann wenigstens eine Helden-Geschichte von seiner erfolgreichen Flucht von der Insel Pharos. Seine Heldentaten sind jedoch erstaunlich begrenzt. Die Göttin Eidothea schmiedet einen Plan und rüstet den König mit allen notwendigen Informationen und Gegenständen aus. Wer handelt hier eigentlich, die Menschen oder die Götter?

Wie auch immer, der Plan geht auf und Menelaos nimmt den göttlichen Meergreis gefangen. Dieser fragt ihn, wer bei dem Plan geholfen habe. Aber Menelaos verweigert die Antwort, es lohnt sich nicht mit den Göttlichen zu Plaudern, sie wissen doch bereits alles. Stattdessen stellt er die Gegenfrage: Wie kann er von der Insel Pharos entkommen? Bereitwillig gibt der Greis seine Antwort. Der Kanal macht nur in eine Richtung Sinn.

Zusammengefasst: Der Mensch frisst, schwätzt und opfert in der Hoffnung, wenn es darauf ankommt von den Göttern Ratschlag und Hilfe zu erhalten, denn dann kann er zum Held werden und endlich Handeln.

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